Karrierewege

Vom DFB-Stützpunkt in die UEFA Nations League

Bruno Poitner läuft für Liechtenstein auf

Vom DFB-Stützpunkt in die UEFA Nations League
WFV-VR-Talentiade: Futsal-Turnier am 16. Dezember 2018

Von November 2018 bis April 2022 wurde Bruno Poitner am DFB-Stützpunkt Waiblingen (Württemberg-Nord) gefördert. Heute steht der 19-Jährige im Aufgebot der Nationalmannschaft Liechtensteins in der Nations League und spielt parallel in der Verbandsliga für den SV Fellbach.

Erste Schritte in Waiblingen

Bruno fiel bei einer Spielbeobachtung auf, rund sechs Monate nach seinem Sichtungstag. Er kam deshalb etwas später an den DFB-Stützpunkt, fügte sich dort aber sofort ein. Der Stützpunkt bot ihm die Chance, sich weiterzuentwickeln, und er nutzte sie.

„Super Charakter, immer freundlich und fröhlich, immer 100% Einsatz.“
Pascal StöfflerDFB-Stützpunkttrainer

Fußballerisch zeichnete ihn vor allem sein Dribbling aus. Er war im Eins-gegen-eins stark und hatte einen guten, präzisen Abschluss. Auch die Arbeit gegen den Ball scheute er nicht. Mit seiner Einsatzbereitschaft blieb er auch in Erinnerung, als er einmal kurzfristig einspringen musste. Beim Futsalturnier (siehe Bild) stellte er sich bereitwillig ins Tor, weil der eigentliche Torhüter ausgefallen war.

Vom Verbandsliga-Fußball in die Nationalmannschaft

Der Weg nach Liechtenstein führte über die Familie: Seine Eltern prüften, ob er für das Fürstentum spielen kann, da er die liechtensteinische Staatsbürgerschaft über seinen Vater besitzt. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Verband wurde Bruno zum Probetraining eingeladen. Zwei Monate später gab er sein Debüt in der U19 in der EM-Qualifikation gegen Frankreich.

Im Juni 2026 folgte sein erstes A-Länderspiel beim 0:2 in Andorra. Bruno dazu: „Zum ersten Mal die Hymne auf dem Platz zu singen, war ein tolles Gefühl. Ich dachte mir: Besser wird es nicht mehr.“

Im Oktober 2026 gehörte er bei der Nations League zum Aufgebot Liechtensteins. Beim 0:0 gegen Aserbaidschan kam er jedoch nicht zum Einsatz. Das Niveau in Liechtenstein vergleicht er mit Verbandsliga oder Oberliga in Deutschland.

Neben dem Studium der Bewegungswissenschaft in Stuttgart, das er nach dem Abitur begonnen hat, ordnet er seine Situation sportlich realistisch ein: Er will seine Einsatzzeiten sammeln und sich im Kader festspielen. Sein Ziel: „irgendwann mal Tore zu schießen.“

Der Weg vom Stützpunkt Waiblingen über den SV Fellbach in die Nationalmannschaft zeigt, was Talentförderung mit Charakter, Fleiß und Eigeninitiative erreichen kann. Wir wünschen Bruno weiterhin viel Erfolg!